Donau Chemie eröffnet Abwasserbehandlungsanlage in Kazincbarcika

Die österreichische Donau Chemie AG und ihre ungarische Tochter DonauChem Kft haben am 26.09.2012 den Grundstein für eine neue Abwasserbehandlungsanlage in Kazincbarcika (Ungarn) im Wert von 6,4 Million Euro gelegt. Das Unternehmen hatte die Ausschreibung für die Errichtung der Kläranlage gewonnen, BorsodChem verkündete bereits letztes Jahr den Vertragsabschluss.

Das neue Eisenchlorid- (FeCl3) und Polyaluminiumchlorid (PAC)-Werk wird große Mengen des als Nebenprodukt der Isocyanat-Produktion von Wanhua-BorsodChem in Kazincbarcika entstandenen Chlorwasserstoffs (HCl) aufbereiten. Das übrige HCI-Material wird teils in der Vinylchloridmonomer (VCM)-Fabrik zur Herstellung von Polyvinylchlorid (PVC) eingesetzt, teils als Salzsäurelösung in benachbarte Länder verkauft.

Die neue Anlage des Chemieunternehmens mit einer Gersamtkapazität von 100.000 Tonnen wird Absatzmärkte in Österreich, Bosnien, Bulgarien, der Tschechischen Republik, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei und Ukraine mit Eisenchlorid und Polyaluminiumchlorid beliefern.

Die Produkte werden in erster Linie für die Aufbereitung von Trink- und Abwasser, aber auch aus öffentlichen Bädern und Schwimmbecken eingesetzt. Gemäß der EU-Richtlinie „Umweltqualitätsnormen im Bereich der Wasserpolitik“ ist in den kommenden Jahren mit einem signifikant höheren Bedarf an Chemikalien zur Wasseraufbereitung zu rechnen. Ungarn kann sich nun dank der neuen Anlage zu einem wichtigen Zentrum für die Herstellung und Export von Chemikalien zur Wasseraufbereitung in der Region entwickeln.

Der neue Standort wird 25 MitarbeiterInnen beschäftigen; für die Errichtung der Anlage kommen 50-60 Arbeiter hinzu. Das neue Donau Chemie Werk soll im April 2013 den Betrieb aufnehmen.

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